Integral denken und Handeln – Typologien

Definition Typologien (AQAL)

TypologienTypologien sind neben Quadranten, Entwicklungsebenen, Entwicklungslinien und Zuständen das vierte Element des Integralen Ansatzes. Sie sind wahrscheinlich das älteste Klassifizierungssystem der Menschheit, ein früher Versuch, unterschiedliche Denk- und Handlungsmuster von Menschen zu kategorisieren, letztendlich um das Handeln von Menschen vorhersehbar zu machen. Sie sind also unterschiedliche, aber gleichwertige Erscheinungs- oder Ausprägungsformen, die auf jeder Entwicklungsebene zu finden sind, wie z.B. männlich und weiblich, Ying und Yang, die vier Elemente, das Enneagramm, Myers Briggs-Typen oder Ähnliches.

Das Integrale hat keine spezielle Typologie, sondern bedient sich je nach Zweck und Nutzen aus dem typologischen Erfahrungsschatz der Menschheit. Für den Businessbereich und das Selbstmanagement halten wir die Metaprogramme aus dem NLP für besonders geeignet. Sie sind leicht erlernbar und schnell anwendbar, sie liefern hilfreiche Erkenntnisse ohne große Testverfahren.

Auch Metaprogramme beschreiben grundlegende Organisationsprinzipien, wie eine Person wahrnimmt und wie eine Person denkt und demzufolge handelt. Sie bearbeiten, formen und gestalten jene Informationen aus der Außenwelt, denen wir es gestatten, nach innen zu gelangen. Genauso bearbeiten sie die Informationen, die beim Kommunizieren, im Handeln und Tun, von innen nach außen gelangen. Metaprogramme sind wie eine Tür, durch die wir mit der Welt draußen agieren. Diese Tür hat die Macht, nur bestimmte Dinge passieren zu lassen.

Metaprogramme sind systematische, gewohnheitsmäßig ablaufende Prozesse. Sie sind meist nicht bewusst und beeinflussen uns in den Schlüsselbereichen Motivation und Treffen von Entscheidungen. Daher scheint es so, als ob sie Teil unserer individuellen Natur wären, permanent und dauerhaft. Tatsächlich kann man sie verändern, je nach Kontext können sie variieren. So kann es sein, dass wir uns im beruflichen Umfeld anders verhalten als zu Hause in der Familie.

Der Nutzen von Typologien im Businessbereich

Der Nutzen für den bewussten Einsatz von Metaprogrammen ist vielfältig. Man kann sie nutzen für:

  • das eigene Selbstmanagement
  • die Optimierung der Zusammenarbeit mit Kollegen
  • einen besseren Kundenkontakt
  • eine effektive Teamzusammenstellung
  • zur Lösung von Problem- oder Konfliktsituationen

Unsere Empfehlung: Insbesondere Führungskräfte, Trainer und Coaches sollten die Meta-Programme flexibel nutzen lernen. Unser Buch „Integrale Führung“ gibt hierzu viele Anregungen. Aber auch in unseren Seminaren und Ausbildungen gehören Meta-Programme „zum Pflichtprogramm“, da sie unser Denken und Handlungsrepertoire enorm bereichern.